Jahrelanger Titel-Streit beigelegt: Dr. Gunther von Hagens erhält Ausgleichszahlung

Heidelberg, 24. Juli 2014. Nach langjährigen juristischen Auseinandersetzungen um den Professorentitel haben sich das Land Nordrhein-Westfalen und Dr. Gunther von Hagens vor dem Landgericht Düsseldorf verglichen. Dem Erfinder der Plastination war von dem Wissenschaftsministerium des Landes vorgeworfen worden, seinen an der Universität Dalian, Volksrepublik China, erworbenen Titel „Visiting Professor“ in Deutschland ohne den erforderlichen Hinweis auf seine chinesische Herkunft geführt zu haben. Von dem in der Folge auch in der Öffentlichkeit erhobenen Strafvorwurf des Titelmissbrauchs war Gunther von Hagens bereits im Jahre 2011 vom Oberlandesgericht Karlsruhe letztinstanzlich freigesprochen worden. Der in der Folge geführte Gerichtsprozess über den Ausgleich des entstandenen Schadens endete nun mit einer vergleichsweisen Einigung, in deren Rahmen sich das Land zu einer Abgeltungszahlung in Höhe von 210.228,00 Euro verpflichtet hat.

In einer persönlichen Ehrenerklärung des Staatssekretärs der Nordrhein-Westfälischen Wissenschaftsministerin Svenja Schulze, gerichtet an Gunther von Hagens, heißt es nun zur ordnungsgemäßen Verleihung und Führung des Professorentitels: „Diesen Sachverhalt haben Sie nach Kenntnis des Ministeriums niemals unrichtig dargestellt, insbesondere niemals den Anschein erweckt, den Titel „Professor“ in Deutschland und nicht in China erworben zu haben.“ In seinem Schreiben spricht Staatssekretär Helmut Dockter zudem sein Bedauern darüber aus, "dass diese Zusammenhänge in der Öffentlichkeit vielfach völlig verzerrt dargestellt und gänzlich unberechtigte Vorwürfe gegen Sie erhoben wurden."

Dr. Gunther von Hagens zeigt sich zufrieden: „Ich bin froh, dass der jahrelange Rechtsstreit um meinen Professorentitel nun definitiv beendet ist.“

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Institut für Plastination
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