KÖRPERWELTEN: Das Original – neu konzipiert: 2009 in Zürich Gunther
von Hagens’ KÖRPERWELTEN nach 10 Jahren zurück in der Schweiz
KÖRPERWELTEN kommt auf ihrer Welttournee im Sommer 2009 nach Zürich Die
neu konzipierte Ausstellung ermöglicht dem Besucher eine tief bewegende
Begegnung mit dem Inneren seines Körpers; eine Selbstbetrachtung ohne
Spiegel, wie sie bis dahin nur Medizinern vorbehalten war. Zürich,
den 15. Dezember 2008 – Nach 10 Jahren in Europa, Asien und Nordamerika
kehrt die erfolgreichste Sonderausstellung der Welt in die Schweiz
zurück. Mehr als 26 Mio. Menschen haben KÖRPERWELTEN inzwischen
besucht. Die Ausstellung, die das Schweizer Publikum bereits 1998 in
Basel in ihren Bann zog, hat sich verjüngt und spezialisiert.
KÖRPERWELTEN ist als Selbstentdeckungsreise konzipiert: Der Besucher
kann anhand von über 200 menschlichen Plastinaten entdecken, wie
komplex und ästhetisch, aber auch wie verwundbar und zerbrechlich unser
Körper ist.
Leben ist die grosse Ausnahme Gunther von
Hagens, Erfinder der Plastination und der Ausstellung KÖRPERWELTEN,
hofft, dass seine neue Ausstellung die Besucher auch dazu inspiriert,
ihr Leben zu nutzen: „Je älter ich werde, umso mehr realisiere ich,
dass der Tod das Normale ist – und das Leben die grosse Ausnahme.“
Verstehen und entsprechend handeln Ausstellungskuratorin
Dr. Angelina Whalley ist überzeugt, dass verschiedene multimediale
Elemente zusätzlich helfen, den Besuchern ein besseres Verständnis für
ihr Körperinneres zu vermitteln. Mit Ihrer Ausstellung appellieren die
beiden Ärzte von Hagens und Whalley an jeden Besucher, bewusst mit
seinem Körper und der eigenen Gesundheit umzugehen.
Ein Glücksfall für Zürich Die
Veranstalter eventagentur.ch AG und KÖRPERWELTEN werden die Ausstellung
kommenden Sommer im Puls5 zeigen. Elmar Schäfer, CEO eventagentur.ch
AG: „KÖRPERWELTEN ist eine komplett neue Ausstellung, die tief berührt
und zum Nachdenken anregt. Ein Glücksfall für das Schweizer Publikum!“ Detaillierte
Informationen zur Ausstellung sowie Infos zum Vorverkauf erhalten Sie
ab Februar 2009 unter www.koerperwelten.com. Angaben zur Location: www.puls5.ch.
Das Original KÖRPERWELTEN
ist die einzige öffentliche Ausstellung, die auf einem etablierten
Körperspenderprogramm basiert. Alle in der Ausstellung gezeigten
Präparate sind echt. Sie stammen von Menschen, die zu Lebzeiten darüber
verfügt haben, dass ihr Körper nach ihrem Ableben für die Ausbildung
von Ärzten und interessierten Laien zur Verfügung stehen soll. Mehr als
9000 Spender, darunter 51 Schweizer, sind im Körperspenderprogramm des
Instituts für Plastination in Heidelberg registriert.
Medienkontakt: Brigitte
Rüegger, Tel: 044 227 11 15, E-mail: b.rueegger@gremlichfatzer.ch,
Gremlich Fatzer Partner AG, Bahnhofstrasse 62, 8021 Zürich
Mehr Bildmaterial unter: http://www.koerperwelten.com/de/presse/presse_bilddatenbank.html
Zur Eventagentur.ch AG Die
Eventagentur.ch AG ist seit 6 Jahren erfolgreich auf dem Markt tätig
und hat sich in der Live- Kommunikation und für Speziallösungen in der
360°-Kommunikation einen Namen gemacht. Sie besticht durch
eigenständige und massgeschneiderte Konzepte, welche sich durch
innovative Ideen und deren Umsetzung hervorheben. eventagentur.ch AG - Hardstrasse 219, Maag Areal Gebäude A - 8005 Zürich T: +41 43 204 18 18 - F: +41 43 204 18 19 - www.eventagentur.ch - welcome@eventagentur.ch
KÖRPERWELTEN kehren nach 5 Jahren nach Deutschland zurück – als neu konzipierte Ausstellung Heidelberg, 14.11.2008 - Nach 26 Millionen Besuchern weltweit erstmals in der Heimatstadt Heidelberg zu sehen: vom 10. Januar bis 26. April 2009 in der halle02 in der Bahnstadt.
2009 ist es soweit: Nach fast fünf Jahren in Nordamerika kehrt die erfolgreichste Sonderausstellung der Welt in die deutsche Heimat zurück. Die KÖRPERWELTEN sind unterwegs gereift, sie haben sich thematisch spezialisiert – und verjüngt. Als die KÖRPERWELTEN 2004 Deutschland verließen, gab es gerade mal zwei Versionen der beliebten Anatomieschau. Mittlerweile touren weltweit fünf KÖRPERWELTEN Ausstellungen – und jede ist einem besonderen Thema gewidmet. Die neu geschaffene Ausstellung KÖRPERWELTEN & Der Zyklus des Lebens zeigt unseren Körper im Kreislauf von Entstehen und Vergehen. Auch diese Ausstellung ist als Selbstentdeckungsreise konzipiert. Über 200 echte menschliche Präparate in plastinierter Form zeigen den Körper im Lauf der Zeit: wie er entsteht, reift und wächst, vor Gesundheit strotzt, den Höhepunkt erreicht und schließlich schwächer wird – die Palette reicht von der Zeugung bis ins hohe Alter. Sogar die über Hundert-Jährigen bekommen einen Platz: Besucher lernen von den Lebensweisen der jung gebliebenen Alten, die an Orten dieser Erde wohnen, wo man überdurchschnittlich alt wird – von Okinawa in Japan über Ovodda in Sardinien bis zur Hunza-Region Pakistans. Die neuen KÖRPERWELTEN KÖRPERWELTEN & Der Zyklus des Lebens ist – wie es schon der Titel verrät – konsequent auf das Leben ausgerichtet; eine Ausstellung, die tief berührt und zum intensiven Nachdenken anregt. Ausstellungskuratorin Dr. Angelina Whalley ist überzeugt, dass verschiedene multimediale Elemente zusätzlich helfen, den Besuchern ein besseres Verständnis von ihrem Körperinneren zu vermitteln. Schon heute hören 10% nach dem Ausstellungsbesuch auf zu rauchen oder rauchen weniger, 25% treiben mehr Sport und 50% achten stärker auf ihre Ernährung und Gesundheit. Damit leisten die Ärzte von Hagens und Whalley in ihren KÖRPERWELTEN Ausstellungen medizinische Aufklärung der präventiven Art. Sie appellieren an jeden Einzelnen, bewusst mit dem Körper umzugehen und sich für die eigene Gesundheit verantwortlich zu fühlen. Gunther von Hagens hofft, dass seine neue Ausstellung die Besucher auch dazu inspiriert, ihr Leben zu nutzen: „Je älter ich werde, umso mehr realisiere ich, dass der Tod das Normale ist – und das Leben die große Ausnahme. Ich wünsche mir, dass KÖRPERWELTEN & Der Zyklus des Lebens die Menschen ermutigt, danach zu streben, jeden Tag gesund zu leben – ein Leben lang.“ Vorverkaufsstart ist Anfang Dezember.Tickets und weitere Informationen unter www.koerperwelten.de.
Pressestelle Institut für Plastination Rathausstraße 11 - 69126 Heidelberg E-Mail: hd.pressoffice(at)plastination.com
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Gunther von Hagens’ KÖRPERWELTEN mit neuen Exponaten zurück in Brüssel
Heidelberg, 4.6.2008 - Gunther von Hagens’ KÖRPERWELTEN (international bekannt als BODY WORLDS: The Original Exhibition of Real Human Bodies), ist ab August 2008 wieder in Brüssel zu sehen. Der Kartenvorverkauf für die Ausstellung in Brüssel-Anderlecht beginnt noch in diesem Monat.
Während ihrer ersten Station in Brüssel im Jahr 2001 zählte die Ausstellung über eine halbe Million Besucher. Aufgrund der großen Resonanz kommt nun BODY WORLDS 4, die neueste Version dieser weltweit anerkannten Anatomie-Ausstellung, mit über 200 neuen echten menschlichen Plastinaten zurück in die Caves de Cureghem.
BODY WORLDS 4 ermöglicht einzigartige Einblicke in die Gestalt und Physiologie des menschlichen Körpers. Die Plastinate, darunter einzelne Organe, transparente Körperscheiben sowie spektakuläre Ganzkörperplastinate von ensch und Tier, sind mit Hilfe der neuesten Technologien im Bereich der Plastination und Präparation entstanden. Die Gegenüberstellung von kranken und gesunden Organen, wie z.B. einer Raucherlunge und einer Nichtraucherlunge, einer gesunden und einer geschrumpften Leber, eines stabilen und eines funktionsgestörten Herzens sowie Scheiben eines normalgewichtigen Körpers im Vergleich zu einem Körper mit Übergewicht führen dem Besucher anschaulich die Bedeutung eines gesunden Lebenswandels vor Augen.
Das von Gunther von Hagens erfundene Verfahren der Plastination gilt als Bahn brechende Methode der Konservierung von anatomischen Präparaten zum Zweck der medizinischen Lehre und Forschung.
Gunther von Hagens’ BODY WORLDS Ausstellungen sind die EINZIGEN öffentlichen anatomischen Ausstellungen mit einem etablierten Körperspenderprogramm. Über 9200 Personen, darunter 40 Belgier, sind derzeit am Heidelberger Institut für Plastination als Körperspender registriert.
Weitere Informationen zur Ausstellung, Plastination oder Körperspende unter www.bodyworlds.com oder in der Pressestelle des Instituts für Plastination in Heidelberg, Telefon: 06221-331154 hd.pressoffice(at)plastination.com.
Tickets sind in Kürze im Vorverkauf unter www.bodyworlds.com erhältlich. zurück
Gunther von Hagens’ BODY WORLDS oder KÖRPERWELTEN haben NICHTS
mit den Ausstellungen zu tun, die Leichen ungeklärter Herkunft aus
China verwenden In kürzlich veröffentlichten deutschen und
amerikanischen Medienberichten werden Gunther von Hagens’ BODY WORLDS,
die weltweit einzigen Ausstellungen, die über ein Körperspenderprogramm
verfügen, mit anderen Anatomieschauen und Imitations-Ausstellungen wie
z.B. “Bodies ….The Exhibition” verwechselt.
Laut Presseberichten
sollen Gunther von Hagens’ BODY WORLDS Ausstellungen wegen der
Verwendung menschlicher Überreste unbestimmter chinesischer Herkunft
Gegenstand einer Ermittlung durch den Generalstaatsanwalt in New York,
Andrew M. Cuomo, sein. Ferner schrieb die Presse, dass Gunther von
Hagens und der Generalstaatsanwalt von New York sich angeblich auf
einen Vergleich geeinigt hätten. Diese Behauptungen sind falsch und werden vom Institut für Plastination öffentlich dementiert.
Bei
der von der Generalstaatsanwaltschaft in New York untersuchten
Anatomieschau handelt es sich um eine Ausstellung von Premier
Exhibitions, einem an der New Yorker Börse (PRXI) notierten
Unternehmen. Ein umfassender Bericht über den Stand der Ermittlungen
findet sich auf der Website der Generalsstaatsanwaltschaft des Staates
New York unter http://www.oag.state.ny.us/press/2008/may/may29a_08.html
Der
Wissenschaftler und Mediziner Gunther von Hagens, Erfinder der
Plastination und Schöpfer der ersten Anatomie-Ausstellung weltweit, die
zunächst unter dem Namen KÖRPERWELTEN, dann als BODY WORLDS bekannt
wurde, steht in keinerlei Verbindung mit anderen Anatomieschauen oder
Nachahmer-Ausstellungen, bei denen Leichen ungeklärter Herkunft
verwendet werden.
Nur die Ausstellungen mit dem Titel Gunther
von Hagens’ BODY WORLDS werden vom Institut für Plastination und Dr.
von Hagens veranstaltet. Gunter von Hagens’ BODY WORLDS laufen zurzeit
lediglich in den auf der offiziellen BODY WORLDS Website
www.bodyworlds.com aufgeführten Städten.
Mit der Ausnahme von
einigen wenigen Exponaten aus historischen Sammlungen oder von
morphologischen Instituten, stammen alle Exponate in den BODY WORLDS
Ausstellungen aus dem Körperspender-Programm des Instituts für
Plastination. Die beim Institut für Plastination geführte
Körperspenderdatenbank zählt mehr als 9200 Spender, darunter mehr als
7300 Personen aus Deutschland, 700 aus den USA und keiner aus China.
Mehr
Informationen über Gunther von Hagens’ BODY WORLDS Ausstellungen
erhalten Sie unter www.bodyworlds.com, oder beim Institut für
Plastination.
2. Juni 2008 Pressestelle Institut für Plastination Rathausstrasse 11 69126 Heidelberg hd.pressoffice(at)plastination.com zurück
Der 25 MILLIONSTE BESUCHER BEI DEN KÖRPERWELTEN Heidelberg, Mai 2008
In dieser Woche begrüßen Gunther von Hagens' KÖRPERWELTEN
ihren 25-millionsten Besucher in Los Angeles, in Milwaukee, in
Baltimore oder im englischen Manchester. Diese Zahl markiert eine
Sternstunde in der Geschichte der Museumsaustellungen.
Seit Gunther von Hagens im Jahre 1996 die ersten KÖRPERWELTEN im Tokio National Science Museum in Japan präsentierte, haben die inzwischen vier KÖRPERWELTEN-Ausstellungen bei Besuchern in 45 Städten in 11 Ländern einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Die KÖRPERWELTEN-Ausstellungen
gelten inzwischen als neue Museumserfahrung und haben den plastinierten
Körper zu einem Bestandteil von Museumskultur zeitgenössischen
Bewusstseins gemacht. Auch ist es der Ausstellung gelungen, unser
Verständnis von Empfängnis und Tod zu verändern, indem sie die Besucher
zu tiefem Nachdenken über religiöse und philosophische Fragen angeregt
hat.
Jeff Rudolph, Präsident des California Science Center,
Los Angeles, und selbst Körperspender: “Die Ausstellungen haben uns
nicht nur mehr und anderes Publikum beschert … sondern auch unseren Ruf
als Bildungseinrichtung im naturwissenschaftlichen Bereich gestärkt”.
Wissenschaftler
aus den Vereinigten Staaten, die 70.000 Besucherkommentare auswerteten,
schreiben 2007 im Journal of Medical Humanities*: “Die Ausstellung ist
für viele Besucher, darunter Laien und solche mit medizinischem
Fachwissen, in starkem Maße eine Art Meditationsraum, in dem sie zur
Reflektion über ihre eigene persönliche und gesellschaftliche
Identität, zu ihrer Beziehung zum Universum oder zu Gott sowie über
Sinn und Zweck des Lebens angeregt werden ... Die Gästebücher der
Ausstellung spiegeln häufig die sozialen, politischen und ideologischen
Streitfragen unserer Gesellschaft wider, werden so zu einer Art
fortwährender Diskussion der besonders strittigen Punkte und bilden
eine Art Mikrokosmos der kulturellen Grabenkämpfe, die derzeit in der
Gesellschaft insgesamt ausgefochten werden.”
Gunther von Hagens,
Grenzgänger und intellektueller Abenteurer der Art, wie sie die
Menschheit manchmal braucht, der 2006 vom Museum of Science &
Industry in Chicago als ein “Leonardo da Vinci unserer Zeit”
ausgezeichnet wurde, dienen die Ausstellungen menschlicher
Selbsterkenntnis: “Das anatomische Interesse der Laien war bisher auf
das Körperäußere beschränkt. Das darunter liegende Körperinnere war
eher unbekannt und ängstigte, wenn es bei Herzinfarkt, Meniskusschaden
und Darmkrebs versagte. Nach 25 Millionen Besuchern der KÖRPERWELTEN-Ausstellungen
hat sich eine neue anatomische Wertschätzung des Körpers entwickelt und
wurde zur Basis bewusster Gesundheitsvorsorge: Umfrageergebnisse
belegen, dass 9% der Besucher nach dem Ausstellungsbesucher weniger
oder nicht mehr Rauchen und 50% mehr Sport treiben. Damit hat die
Ausstellung KÖRPERWELTEN Anatomie lebendig, weil massentauglich gemacht.”
14. Mai 2008 Pressestelle Institut für Plastination Rathausstrasse 11 69126 Heidelberg hd.pressoffice(at)plastination.com
* Charleen M. Moore and C. Mackenzie Brown, Experiencing Body Worlds
: Voyeurism, Education, or Enlightenment?, Journal of Medical
Humanities, 2007, Vol. 28, Nr. 4.
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Offener Brief an die Staatsanwaltschaft Heidelberg
An die Staatsanwaltschaft Kurfürsten-Anlage 23 69115 Heidelberg Protestnote Chinesischer Mitarbeiter des Plastinariums
Sehr geehrte Staatsanwaltschaft,
Entsprechend
dem Beschluss des Amtsgerichts Heidelberg vom 21.02.2008 leiteten Sie
als Staatsanwaltschaft Heidelberg am Mittwoch vergangener Woche die
Überprüfung von Büros und Plastinationsräumlichkeiten des Instituts für
Plastination in Heidelberg und der Gubener Plastinate GmbH in Guben
sowie die Überprüfung der ordnungsmäßigen Beschäftigung polnischer
Mitarbeiter. Den Ihnen offenbar unterstellten Einsatzkräften der
Zollbehörden wurden durch unsere Mitarbeiter Einsicht in sämtliche
Personalunterlagen gewährt, die belegen, dass keine illegalen
Beschäftigungsverhältnisse bestanden oder bestehen. Ich bin zutiefst
davon überzeugt, dass sich in Guben wie auch in Heidelberg der
behördliche Verdacht der Scheinselbstständigkeit polnischer
Selbstständiger in Luft auflösen wird. Bei der Überprüfung in
den Büroräumen war das Auftreten Ihrer Beamten gegenüber den deutschen
Mitarbeitern von Höflichkeit und Respekt geprägt. Im Gegensatz dazu
legten Ihre Beamten den polnischen Selbstständigen gegenüber jedoch
einen ausgesprochen ruppigen Ton an den Tag und schüchterten diese
durch Suggestivfragen ein. Ein im Villenbereich in Guben von der Leine
gelassener Schäferhund ohne Maulkorb sorgte für unnötig zusätzlichen
Stress. Als nicht akzeptabel in Ton und Durchführung gestaltete
sich die arbeitsrechtliche "Überprüfung" der chinesischen Mitarbeiter,
die sich öffentlich angeprangert fühlen. Dies ist auch der Kernpunkt
meines Schreibens. Die chinesischen Mitarbeiter fertigten dazu eine
Protestnote, die ich Ihnen hiermit öffentlich zustelle. Wie Sie daraus
ersehen können, bestehen die chinesischen Spezialisten auf einer
Entschuldigung für das demütigende Vorgehen der Behörde. Die
persönliche Beschwerde des Leiters der chinesischen Spezialisten, Herr
Li RongZhe, ist diesem Schreiben beigefügt. Bisher ist noch kein
chinesischer Mitarbeiter abgereist, auch wurde die Protestnote bisher
nicht an den chinesischen Botschafter übermittelt. Nehmen Sie
bitte zur Kenntnis, dass ich mich bereits intensiv um die Deeskalation
der Emotionen bemüht habe. Besonders hilfreich war dabei das Gespräch
mit dem Redaktionsleiter des “Tagesspiegel” in Berlin am Donnerstag
(15. 04. 2008) vergangener Woche. Die Protestnote wird zurzeit vom
Fachübersetzer ins Deutsche übersetzt. Sie wird Ihnen nach
Fertigstellung zugehen. Dass der Protest der chinesischen
Mitarbeiter auch von Gubener Bürgern mitgetragen wird, entnehmen Sie
bitte dem mir heute zugegangenen Leserbrief des Gubener Bürgers Herrn
Wolfgang Teske, der mich davon überzeugte, in Guben zu investieren (s.
Anlage). Er stand am “Weg der Schande”, wie die Chinesen ihre
öffentliche Herabwürdigung in Guben bezeichnet haben. Für die Richtigkeit Gunther von Hagens Heidelberg, Montag, 21. April 2008 ---------------------------------------- Bild: Text: Chinesische Mitarbeiter beim Besuch des Tagesspiegels am 18.4.2008. - Foto: Kai-Uwe Heinrich
Bildlink 1: FAZ online "Verdacht der Schwarzarbeit bei Leichenpräparation" 16. April 2008 Videolink 1: Bild online "Von Hagens im Visier der Zollfahnder" 16. Apil 2008 Videolink 2: Bild online "Razzia bei Dr. Tod – Schwarzarbeit bei Gunther von Hagens?" 16. Apil 2008
http://www.bild.de/BILD/news/vermischtes/2008/04/16/gunther-von-hagens/razzia,geo=4287520.html
<http://www.bild.de/BILD/news/vermischtes/2008/04/16/gunther-von-hagens/razzia,geo=4287520.html>
Text zum Bild- und Videolink: Zollbeamte mit chinesischen Experten in
Guben auf dem “Weg der Schande”. Lesen Sie dazu die Protestnote der
chinesischen Mitarbeiter des Plastinariums.
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Protest gegen entwürdigende Behandlung durch deutsch Zollbeamte (Übersetzung aus dem Englischen)
Wir,
die unterzeichnenden 23 chinesischen Bürger und international
anerkannten Plastinationsfachleute, erklären unseren Protest. Am
Mittwoch, den 16. April 2008, betraten 15 grün uniformierte Zollbeamte
ohne gültigen Durchsuchungsbeschluss, Ankündigung oder Erklärung unsere
Arbeitshalle im Plastinarium in Guben in Ostdeutschland, ohne ihren
Dienstrang oder Namen zu nennen. Einige von uns befürchteten sogar,
nunmehr im Gewahrsam des deutschen Geheimdienstes zu sein, der prüfen
wollte, ob wir in der Spionage tätig wären.
Unseren Fragen
begegnete man mit lautstark geäußerten Befehlen, die wir zunächst
überhaupt nicht verstehen konnten. Ungeachtet der ungeheuren
emotionalen Belastung gestattete man uns weder, Gunther von Hagens noch
einen Dolmetscher hinzuzuziehen. Stattdessen drohte man dem ehrenwerten
chinesischen Leiter unserer Gruppe, LiRong Zhe mit Handschellen, sollte
er nicht sofort jede Diskussion einstellen und sich wie gewünscht still
verhalten. Was dann folgte, war eine peinliche Vorführung. Wir
wurden von uniformierten Deutschen in Gruppen über die Uferstraße in
Guben eskortiert, wo die deutschen Medien bereits auf uns warteten.
Innerhalb weniger Stunden war unsere Privatsphäre zerstört. Bilder
dieses peinlichen Marsches, auf denen unsere Gesichter genau zu
erkennen sind, gelangten zusammen mit der Behauptung, wir wären
Schwarzarbeiter, praktisch ohne Verzögerung ins Internet und fanden
sich später in Zeitungen in aller Welt wieder. Selbst Presseagenturen
in Indien und China veröffentlichten Berichte über diese Razzia.
Wütende Telefonanrufe unserer Nachbarn und Freunde in China waren die
Folge. Wie wir später erfuhren, kümmerte die uniformierten
Zollbeamten weder Menschenwürde noch Menschenrechte. Diese „peinliche
Parade durch die Straßen von Guben“ ist entwürdigend für uns. Bislang
unterstützt nur die Berliner Tageszeitung „Der Tagesspiegel“ unser
Recht, unseren Ruf zu verteidigen. Der „Tagesspiegel“-Chefredakteur
Gerd Nowakowski erläuterte uns, dass die Schuld dafür, dass wir nun
öffentlich als Schwarzarbeiter und Steuerhinterzieher verdächtigt
werden, nicht bei den Medien, sondern bei der deutschen Exekutive zu
suchen sei. Die deutschen Medien, so sagte er, können natürlich nur so
gut sein, wie die Informationen, die sie erhalten - in unserem Fall von
der Zollbehörde. Soweit uns bekannt ist, gab es in der Geschichte
der deutsch-chinesischen Beziehungen bisher noch nie eine vergleichbare
herabwürdigende Behandlung einer chinesischen Besuchergruppe durch die
deutsche Exekutive. Indem sie uns der öffentlichen Lächerlichkeit
preisgegeben haben, machten die für die Razzia Verantwortlichen
deutlich, dass sie keinen Respekt vor unseren Menschenrechten haben. Niemand
unter unseren deutschen Kollegen, nicht einmal Gunther von Hagens
selbst, konnte uns genau erklären, was „Scheinselbstständigkeit“ - so
die offizielle Begründung für die Razzia - eigentlich bedeutet. Ein
einziger Anruf beim Landratsamt in Forst hätte innerhalb von Minuten
gezeigt, wie lächerlich der Vorwurf der Scheinselbstständigkeit in
diesem Fall ist. Inzwischen haben wir erfahren, dass überhaupt nur
Rechtsexperten dieses besondere deutsche Gesetz in vollem Umfang
verstehen und es damit bestens geeignet ist, Unschuldige öffentlich
vorzuführen.
Ebenfalls lächerlich ist, dass wir uns diese
Behandlung gefallen lassen mussten, obwohl lediglich ein
Durchsuchungsbefehl für polnische Plastinatoren vorlag. Sehen wir
vielleicht wie Polen, oder überhaupt wie Europäer aus? Und haben wir
nicht ganz deutlich Chinesisch gesprochen, also in unserer
Muttersprache? Dieses fremdenfeindliche Klima trägt zu einem
Negativimage von Deutschland bei, das abschreckend auf Fachleute aus
dem Ausland wirkt. Niemals wurden unsere deutschen Kollegen im
chinesischen Dalian einer solchen Behandlung ausgesetzt, und auch in
Zukunft haben sie eine solche nicht zu befürchten. Diese öffentliche
Anprangerung stellt eine inakzeptable Verletzung unserer Menschenrechte
dar und entwürdigt uns als chinesische Fachleute. Wir alle verfügen
über gültige Visa, Arbeitserlaubnisse und zahlen selbstverständlich
alle anfallenden Steuern. Derzeit befinden wir uns in Gesprächen
darüber, ob wir Deutschland aus Protest verlassen wollen. Zunächst
werden wir jedoch die deutsche Reaktion auf unsere Beschwerde abwarten. Wir
fordern hiermit von der verantwortlichen deutschen Behörde, nämlich der
Staatsanwaltschaft Heidelberg, eine eindeutige Entschuldigung.
Unterzeichnet von: LiRongZhe,
GuoJingYuan, LiYan, XingDeYong, LiuWenMao, YinZhiJIe, LuoXiaoYang,
ZhouRui, NanJunJie, LiHuaMan, FanYeXian, GongXiaoLing, SongShiMin,
ShaoChangGeng, Chuhang, LiangQIJi, ZhengGuangChen, JinGuangLong,
WangChao, SunDeQiang, ZhaoShouLi, ZhaoXia, LiuXiaoFeng
Plastinarium in Guben, Montag, 21. April 2008
------------------------------------------------------- Bericht über die Razzia von LiRhong Zhe, dem fachlichen Leiter der chinesischen Spezialistengruppe in Guben (Übersetzung aus dem Englischen)
LiRong
Zhe, fachlicher Leiter der Gruppe. Nachstehend mein Bericht über den
Ablauf der Ereignisse vom vergangenen Mittwoch (16. April 2008): Zuerst
hörte ich, wie jemand heftig an die Außentüren des Gebäudes hämmerte,
in dem ich arbeite. Ich ging nach draußen und öffnete die Außentür.
Davor standen etwa 15 uniformierte Männer, von denen ich weder wusste,
woher sie kamen, noch verstand, was sie wollten. Da kein Dolmetscher
dabei war, verstand ich kein Wort von dem, was sie sagten. Sie hielten
lediglich ein Papier hoch, während sie es filmten, was für uns völlig
unverständlich war. Ohne weiteren Kommentar drängten sie dann alle
gleichzeitig ins Gebäudeinnere. Als Abteilungsleiter nahm ich mein
Telefon heraus, das mir jedoch sofort entrissen wurde. Ich fragte,
warum sie mir mein Telefon abgenommen hätten, denn ich wollte doch
lediglich einen Anruf machen. Sie riefen, dass Telefonieren nicht
erlaubt sei, und forderten mich auf, die zweite Tür zu öffnen.
Währenddessen filmte einer der Zollbeamten. Ich erklärte ihm: „Hier
dürfen Sie nicht filmen. Ich habe keinen Schlüssel. Wenn Sie hinein
wollen, brauchen Sie die Genehmigung meines Chefs. Sie antworteten
nicht, sondern donnerten nur gegen die zweite Tür. Als sie in die
Werkstatt kamen, wollte ich das Telefon dort auf dem Tisch benutzen,
aber ein Zollbeamter hielt mich davon ab. Sie forderten mich auf, mich
„auf den Stuhl zu setzen und nicht zu bewegen“. Ich folgte dieser
Aufforderung nicht und wollte abermals nach dem Telefon greifen. Ein
Zollbeamter hielt mich abermals davon ab, forderte mich auf, mich zu
setzen und nicht zu bewegen. Ich argumentierte: „Ich habe kein
deutsches Gesetz gebrochen, warum überprüfen Sie mich? Ich denke, der
deutsche Zoll ist höflich, warum sind Sie so unhöflich? Sie verletzen
meine Menschenrechte." Der Zollbeamte antwortete mir nicht. Einer der
anderen Zollbeamten zeigte mir seine Handschellen und machte mir
deutlich, dass er das Recht hätte, mich zu verhaften, sollte ich mich
ihnen widersetzen. Ich schrie weiter und erklärte, dass ich einen
Dolmetscher für Englisch und Deutsch bräuchte. Die übrigen Zollbeamten
durchsuchten alles und überprüften unsere Kollegen. Sie forderten mich
wieder auf, mich nicht zu bewegen. Dann führten sie mich zur Wohnung,
um meinen Reisepass zu holen. Zuerst ließen sie mich nicht in die
Wohnung gehen, um meinen Pass zu holen. Dann passierte das Schlimmste:
Wir wurden von den uniformierten Deutschen wie Verbrecher die Straße
entlang geführt, wo wir von bereits informierten deutschen
Medienvertretern gefilmt und fotografiert wurden, die offensichtlich
auf uns gewartet hatten. Die in keiner Weise unkenntlich gemachten
Bilder wurden in ganz Deutschland verbreitet und stellten uns als
Schwarzarbeiter da. Da wir inzwischen wissen, dass der
Durchsuchungsbeschluss sich nicht auf Chinesen sondern auf Polen bezog,
sieht es ganz so aus, als ob dieses Verhalten absichtlich gegen uns als
chinesische Gruppe eingesetzt und inszeniert wurde. Die Deutschen
wurden viel höflicher behandelt, was nochmal unterstrich, dass wir
absichtlich als minderwertig behandelt wurden. Ich habe folgende Beschwerden gegenüber der Zollbehörde: 1.
Wir sind legal hier, weshalb man uns nicht auf so unhöfliche Weise
überprüfen darf. Bevor man uns prüft, soll man uns informieren, um was
es bei der Überprüfung geht. 2. Während der Überprüfung sind meine Bürgerrechte zu wahren. Es darf nicht zu Beleidigungen kommen. 3.
Nachdem er unsere Reisepässe und Dokumente überprüft hatte, erläuterte
uns der Chefredakteur des „Tagesspiegels“ dass der Zoll keine falschen
Informationen weitergeben darf, die zu irreparablen Folgeschäden führen
könnten. 4. Wenn die Medien schon vorab über eine Razzia informiert
werden, so haben sie die moralische Verpflichtung, sie ordnungsgemäß zu
informieren, damit eine Verletzung meiner Bürgerrechte vermieden wird.
Ich
fordere, dass sich die deutschen Beamten der Exekutive, die für die
herabwürdigende Behandlung verantwortlich sind, bei uns entschuldigen.
LiRong Zhe
zurück
Keine Scheinselbstständigkeit 16. April 2008
Beamte
der Zollbehörden haben heute in den Räumlichkeiten des Instituts für
Plastination und Plastinariums die ordnungsmäßige Beschäftigung
polnischer Mitarbeiter überprüft. Den Beamten wurden durch die
Mitarbeiter Einsicht in sämtliche Personalunterlagen gewährt, welche
belegen, dass keine illegalen Beschäftigungsverhältnisse bestanden oder
bestehen. Ich bin davon überzeugt, dass die heutige Überprüfung
wie frühere Untersuchungen der Behörden alsbald jeglichen Verdacht der
Scheinselbstständigkeit zerstreuen wird. Als in der Öffentlichkeit
stehende Person ist es mir eine Selbstverständlichkeit, mich stets
gesetzeskonform zu verhalten. Dem Ergebnis des behördlichen Verfahrens
sehe ich daher mit großer Gelassenheit entgegen. Als befremdlich
empfinde ich es gleichwohl, dass zeitgleich mit den Mitarbeitern der
Zollbehörden auch Presse und Fernsehen (ZDF, RNF) in großer Zahl
anrückten. Dies ruft bei mir den Eindruck hervor, dass die Behörden die
arbeitsrechtliche Überprüfung bei einer Person der Zeitgeschichte dazu
nutzen wollten, auf sich selbst aufmerksam zu machen, obwohl solche
Prüfungen in Deutschland täglich tausendmal stattfinden. Für die Richtigkeit Gunther von Hagens zurück
Präparate der Körperwelten-Austellungen stammen aus dem deutschen Körperspenderprogramm
HEIDELBERG, 18.2.2008. Das Institut für Plastination spricht dem Nachrichtenmagazin 20/20 des US-Fernsehsenders ABC für seine Nachforschungen zur Herkunft der Körper in öffentlichen Anatomieausstellungen ein deutliches Lob aus. Die Sendung informierte die Öffentlichkeit über anatomische Ausstellungen im Allgemeinen und klärte insbesondere darüber auf, woher die für die Ausstellungen verwendeten Leichen stammen.
Zwei etwas vage Aussagen des Anatomen Dr. Gunther von Hagens gegenüber 20/20 möchte das Institut für Plastination jedoch präzisieren, da sie bei der Nachrichtenagentur Associated Press, anderen Medien und in der Öffentlichkeit Verwirrung über die Herkunft der Körper in den KÖRPERWELTEN-Ausstellungen stiften könnten.
In dem vollständig auf Englisch (der Zweitsprache von Dr. von Hagens) geführten Interview sagte er, dass er „die Verwendung von Leichen aus China eingestellt", sowie dass „er einige Leichen mit Kopfverletzungen eingeäschert" hätte. Diese unvollständigen Aussagen können, wenn sie ohne Kontext und außerhalb eines chronologischen Zusammenhangs wiedergegeben werden, zu dem Trugschluss führen, Dr. von Hagens hätte früher chinesische Leichen in den KÖRPERWELTEN-Ausstellungen verwendet und diese Praxis inzwischen aufgegeben.
Dies ist nicht der Fall. Im Interview versäumte Dr. von Hagens darauf hinzuweisen, dass er von 2003 bis 2004 häufig von chinesischen Universitäten ersucht wurde, die Plastination anatomischer Präparate aus den jeweiligen medizinischen Fakultäten durchzuführen. Die Präparate wurden von diesen Universitäten zur Plastination an Dr. von Hagens geliefert und nach erfolgter Plastination wieder an die Universitäten überstellt. Dr. von Hagens erläuterte in dem Interview nicht, dass er sich auf diese sekundäre Plastinationsarbeit für medizinische Fakultäten bezog und nicht etwa auf seine Haupttätigkeit, nämlich die Spenderplastination für die KÖRPERWELTEN-Ausstellungen.
Es ist aber tatsächlich so, dass - mit Ausnahme einiger Föten aus historischen Anatomiesammlungen aus der Zeit vor 1930 und einigen kleinen Organen aus Anatomie- und Pathologieeinrichtungen einiger Krankenhäuser - sämtliche Präparate in den KÖRPERWELTEN (über 180 von 200 Präparaten pro Ausstellung) aus dem Körperspenderprogramm des Instituts für Plastination stammen, das 1982 in Heidelberg ins Leben gerufen und seit 1993 vom Institut für Plastination betrieben wird.
Im Januar 2008 waren im Körperspenderverzeichnis des Instituts für Plastination insgesamt 8244 lebende Spender aus aller Welt (darunter 7076 Deutsche und 659 Amerikaner) und 546 verstorbene Spender (darunter 538 Deutsche und 8 Amerikaner) registriert.
Das Institut für Plastination entschuldigt sich für die Missverständnisse, die aus den ungenauen Aussagen von Dr. von Hagens in einer Sprache entstanden sind, die er zwar überaus schätzt, die jedoch nicht seine Muttersprache ist.
Weitere Informationen erteilt auf Nachfrage gerne: Institut für Plastination - Pressestelle hd.pressoffice(at)plastination.com zurück
Erklärung zum Verkauf menschlicher Plastinate Heidelberg, 5. Februar 2008 Als Erfinder der Plastination und öffentlicher Anatom fühle ich mich vor allem den Meinungen und Wünschen der Körperspender verpflichtet. Die Körperspende zur Plastination ist das ethische Rückrat der Plastination und des PLASTINARIUMS in Guben. Der geplante qualifizierte Verkauf von Plastinaten auf hohem ethischen Niveau erwies sich bei näherer Prüfung schwieriger als zunächst gedacht. So stieß die Ankündigung, Plastinate nicht an Laien abzugeben, bei einigen Körperspendern auf Unverständnis, weil Verkaufsbeschränkungen wissenschaftsfeindlich seien. Es gebe ja auch Privatgelehrte und Wissenschaftler im Ruhestand. Ich möge Menschen nicht in Gruppen einteilen, sondern mich an der Qualifikation der Anwender orientieren. Durch diese Überlegungen kam ich kurzfristig zu der Meinung, dass beim Verkauf menschlicher Plastinate nicht zwischen Laien und Fachleuten unterschieden werden sollte, sondern dass Plastinate statt dessen an qualifizierte Nutzer abgegeben werden sollten, zu denen auch Laien gehören können. Nach intensiven Diskussionen mit Mitarbeitern, Köperspendern und engagierten Journalisten musste ich jedoch erkennen, dass eine solche Entscheidung mehr Fragen aufwirft als sie löst. Beispielsweise wird es dann schwierig, die Merkmale eines qualifizierten Nutzers eindeutig zu bestimmen und zu entscheiden, inwieweit wissenschaftliche Interessen als Privatperson berücksichtigt werden dürfen. Als Ergebnis der Diskussionen komme ich zu dem Entschluss, dass eine Abgabe menschlicher Plastinate nur an etablierte, öffentlich anerkannte Lehr- und Forschungsinstitutionen in Frage kommen kann. Dazu gehören auch nicht, und das ist neu, individuelle Fachleute. Ich bedaure, dass meine öffentlichen Überlegungen vorübergehend Zweifel an meiner hohen ethischen Verantwortung als Plastinator genährt haben könnten. Ich versichere deshalb, in Zukunft Überlegungen von solch emotionaler Tragweite nur nach gründlicher Prüfung in die öffentliche Diskussion einzubringen. Der verantwortliche Umgang mit den Körperspendern des Instituts für Plastination ist mir eine große Verpflichtung, der ich in Zukunft noch mehr als bisher gerecht werden will. Gunther von Hagens 5. Februar 2008
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