Über 30 Millionen Menschen staunten bereits
über Gunther von Hagens faszinierende Anatomie-Schau echter
menschlicher Körper. Jetzt kommen die KÖRPERWELTEN nach 15 Jahren und
Stationen in Mannheim, München, Frankfurt und Köln erstmals außerhalb
Berlins in die neuen Bundesländer, die Heimat des Plastinators! Bis 31. Oktober präsentieren der Erfinder der Plastination und Kuratorin Dr.
Angelina Whalley im legendären Kohlrabizirkus im Herzen Leipzigs ihr
neues Ausstellungs-Konzept KÖRPERWELTEN – Eine Herzenssache.
KÖRPERWELTEN tragen zurecht den Untertitel „Das Original“. Gunther
von Hagens ist nicht nur der Erfinder der Plastination, sondern auch
Demokratisierer der Anatomie. Der Wegbereiter, der Anatomie durch seine
öffentlichen Ausstellungen für Laien zugänglich und verständlich macht.
Alle in der Ausstellung gezeigten Plastinate stammen von Menschen, die
zu Lebzeiten erklärt haben, dass ihr Körper nach dem Ableben zur
medizinischen Aufklärung innerhalb der KÖRPERWELTEN Ausstellung zur
Verfügung gestellt wird. Nur die KÖRPERWELTEN unterhalten seit 1982 ein
lizenziertes Körperspende-Programm mit über 11.000 registrierten
Freiwilligen – anders als Nachahmerausstellungen, die sich in den
letzten Jahren an den Erfolg der KÖRPERWELTEN gehängt haben. Gunther
von Hagens hat eine thematisch spezialisierte Ausstellung geschaffen,
die tief bewegt und den Blick auf uns selbst nachhaltig verändert. Von
der Entwicklung des Menschen im Mutterleib, über das Skelett bis hin zum
perfekten Zusammenspiel der Muskulatur erhält der Besucher ein
detailliertes Bild über den Aufbau seines Innenlebens. Mehr als 200
Präparate, darunter viele neue Ganzkörperplastinate, erläutern leicht
verständlich die einzelnen Organfunktionen und häufige Erkrankungen.
Schwerpunktthema ist das Herz als unentwegter Motor des Lebens mit
seinem weit verzweigten Gefäßsystem mit einer Länge von unglaublichen
96.500 Kilometern. Herzkrankheiten sind heute die häufigste
Todesursache. So kennen wir Herzklopfen und Herzschmerzen aber auch als
Zeichen von Angst, Kummer und Leidenschaft. Die Ausstellung blickt auch
über den Tellerrand der Medizin hinaus und beleuchtet die Metaphorik des
Herzens in Religion und Kunst als Symbol für Liebe, Mitgefühl, Glück
und Mut. Dr. Angelina Whalley, selbst Ärztin, betont den
pädagogischen Wert: „Krankheiten des Blut-Kreislaufsystems sind heute
die häufigste Todesursache. Ich wünsche mir, dass die Ausstellung den
Besucher anregt, herzbewusster und herzgesünder zu leben. Denn auf unser
Herz, dieses lebenswichtige Organ, achten wir oft erst, wenn es
erkrankt oder unter großer Belastung leidet.“ |