Plagiate  

Aktuell finden im deutschsprachigen Raum kleinere Nachahmerausstellungen statt, die Konzepte und Inhalte von Gunther von Hagens’ KÖRPERWELTEN zu imitieren versuchen. 

Als Organisatoren der Ausstellungen KÖRPERWELTEN, international bekannt als BODY WORLDS, möchten wir uns von diesen Veranstaltungen klar distanzieren. 

Plastinator Dr. Gunther von Hagens und Kuratorin Dr. Angelina Whalley, deren Ausstellungen auf einem etablierten Körperspenderprogramm mit über 15.000 Spendern basieren und seit 1995 weltweit Gesundheitsaufklärung leisten, legen größten Wert darauf, NICHT mit solchen Veranstaltungen in Verbindung gebracht zu werden. 

Hier, auf der offiziellen KÖRPERWELTEN Webseite finden Sie einen Überblick sämtlicher aktuellen und zukünftigen KÖRPERWELTEN Ausstellungen, die mit über 40 Millionen Besuchern zu den erfolgreichsten Wanderausstellungen aller Zeiten gehören.  

Eine ausführliche Stellungnahme zu Nachahmern finden Sie im Folgenden.


KÖRPERWELTEN und Nachahmerausstellungen

Der seit 1995 ungebrochen anhaltende Erfolg der anatomischen Ausstellung “KÖRPERWELTEN. Das Original”, die weltweit als “BODY WORLDS: The Original Exhibition of Real Human Bodies” außerordentlich erfolgreich ist, ruft seit einigen Jahren immer mehr Nachahmer auf den Plan.

Obwohl Inhalte und Titel dieser Ausstellungen z. B. „Bodies“, „The Amazing Human Body“, „Body Exploration“, „Bodies Revealed“, „Mysteries of the Human Body“, „The Universe Within” und "Echte Körper“ auf Gunther von Hagens’ KÖRPERWELTEN-Ausstellungen hinweisen, stehen sie in keinem Zusammenhang mit KÖRPERWELTEN. Sie werden von den Organisatoren der KÖRPERWELTEN weder finanziell noch inhaltlich unterstützt oder befürwortet.

Viele der Nachahmerausstellungen haben sich das Plastinationsverfahren und die Methoden von Dr. von Hagens zu eigen gemacht. Oft werden auch die Art der Präparation und die didaktischen Darstellungen, wie er sie in den KÖRPERWELTEN verwendet, imitiert. In machen Fällen ist sogar der einzigartige Charakterausdruck vieler seiner unverwechselbaren Plastinate plagiiert worden. In einem Fall ist Dr. von Hagens gerichtlich gegen diese Nachahmung vorgegangen und hat wegen Verletzung des Urheberrechts geklagt.

An dieser Stelle muss auch erwähnt werden, dass in manchen der Nachahmerausstellungen erklärtermaßen Leichen Verwendung finden, auf die von Angehörigen kein Anspruch erhoben wurde oder für die keine Angehörigen ausfindig gemacht werden konnten.

Zur Herkunft der in den KÖRPERWELTEN gezeigten Plastinate bezieht Gunther von Hagens öffentlich und umfassend Stellung. Alle dort ausgestellten Ganzkörperplastinate stammen aus einem Körperspendeprogramm, das Gunther von Hagens bereits 1982 etablierte. Dies trifft auch für alle Teil- und Organplastinate zu. Die wenigen Ausnahmen beschränken sich auf einzelne Organe, die Föten sowie spezielle Präparate, die ungewöhnliche Veränderungen darstellen, die als Feuchtpräparate von anatomischen Sammlungen erworben wurden, um so anatomische Kulturgüter vor dem Zerfall zu bewahren und einer großen Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Derzeit haben sich weltweit bereits mehr als 15.000 Körperspender bereit erklärt, ihren Körper nach ihrem Ableben der medizinischen Aufklärung von Laien und Wissenschaftlern zur Verfügung zu stellen,. Bevor die Ausstellung KÖRPERWELTEN in die USA ging, wurde das, Körperspenderprogramm von einer unabhängigen Ethikkommission eingehend geprüft und die Ergebnisse veröffentlicht. (Zusammenfassung der ethischen Begutachtung 2004/2005).

Das Plastinationsverfahren wurde 1977 von Gunther von Hagens an der Universität Heidelberg erfunden und seither ständig optimiert. Dabei stand zunächst der Gedanke im Mittelpunkt, die Plastination und damit hergestellte Präparate in der medizinischen Ausbildung einzusetzen. In der Wissenschaft ist die Plastination fest etabliert, weltweit haben 400 Universitäten in 40 Ländern das Verfahren, mit dem Gunther von Hagens zum weltweit führenden Spezialisten auf dem Gebiet der anatomischen Konservierung avancierte, in ihre Lehrpläne integriert.

Das Ausstellungskonzept für die KÖRPERWELTEN Ausstellung entwickelte Gunther von Hagens erst als Folge seiner wissenschaftlichen Ambitionen, als er das große Interesse medizinischer Laien an seinen anatomischen Darstellungen erkannte. Erklärtes Ziel der KÖRPERWELTEN, die in der Tradition so berühmter Anatomen wie Leonardo da Vinci und Andreas Vesalius stehen, ist die gesundheitliche Aufklärung. KÖRPERWELTEN sind die ersten anatomischen Ausstellungen der Neuzeit, die einem breiten Publikum krankhafte Veränderungen im Vergleich mit gesunden Körpern und Organen zeigten. So demonstriert z. B. eine gesunde Lunge im Vergleich zu einer Raucherlunge, wie wichtig eine gesunde Lebensführung zur Erhaltung der Körperfunktionen ist.

KÖRPERWELTEN bzw. BODY WORLDS sind seit ihrem Auftakt 1995 in Japan mit derzeit vier Wanderausstellungen und über 40 Millionen Besuchern weltweit unangefochtener führend im Bereich didaktisch und qualitativ hochwertiger Ausstellungen und Exponate. Einmalig in der Welt ist Gunther von Hagens’ PLASTINARIUM in Guben, das unter seinem Dach die Anatomieausstellung KÖRPERWELTEN mit einer „gläsernen Werkstatt“ vereint, in der die Entstehung der Exponate live zu sehen ist.

Informationen zum Körperspenderprogramm des Instituts für Plastination: www.koerperspende.de

Informationen zum PLASTINARIUM in Guben: www.plastinarium.de

Informationen über die KÖRPERWELTEN-Ausstellungen finden Sie hier, auf diesen Seiten.